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Geschichte des Grossen Moos

Geschichte des
Grossen Moos

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Bis Ende Mittelalter

Das Grosse Moos ist ein Niemandsland. Es wird nur zur Beweidung und Streuemahd genutzt.

16. – 18. Jahrhundert

Die Moosgemeinden bewilligen abgegrentze Flächen im sonst „freien Moos“, die privat genutzt werden können. Sie werden als „Einschläge“ oder „Separatmöser“ bezeichnet.

19. Jahrhundert

Zum ersten Mal entsteht im Grossen Moos privates Grundeigentum.

1868-1891: Erste Juragewässerkorrektion

Die Region wird immer wieder von schrecklichen Überschwemmungen heimgesucht, welche die Ernten vernichten und Seuchen wie z.B. Malaria mit sich bringen.

Um den Sumpf in Ackerland umzuwandeln, werden die Pegel von Bieler-, Murten und Neuenburgersee einander angeglichen und um rund 2.5 m abgesenkt.

1957-1974: Zweite Juragewässerkorrektion

Da der Torfboden weiterhin absackt, treten bei Hochwasser erneut grosse Überschwemmungen auf. In einer zweiten Korrektion werden die Seen nochmals abgesenkt, das Binnenkanalsystem wird ausgebaut und mit Pumpstationen zur Be- und Entwässerung versehen.

Im Verlauf der Jahrtausende gab es durch wechselnde Seespiegel mehrere Perioden der Torfbildung. Torf wird nach der 1. Juragewässerkorrektion in grossem Umfang gestochen und stellt während der Weltkriege einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung der Region dar.