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Bis Ende Mittelalter
Das Grosse Moos ist ein Niemandsland. Es wird nur zur Beweidung und Streuemahd genutzt.
16. – 18. Jahrhundert
Die Moosgemeinden bewilligen abgegrentze Flächen im sonst „freien Moos“, die privat genutzt werden können. Sie werden als „Einschläge“ oder „Separatmöser“ bezeichnet.
19. Jahrhundert
Zum ersten Mal entsteht im Grossen Moos privates Grundeigentum.
1868-1891: Erste Juragewässerkorrektion
Die Region wird immer wieder von schrecklichen Überschwemmungen heimgesucht, welche die Ernten vernichten und Seuchen wie z.B. Malaria mit sich bringen.
Um den Sumpf in Ackerland umzuwandeln, werden die Pegel von Bieler-, Murten und Neuenburgersee einander angeglichen und um rund 2.5 m abgesenkt.

1937 Hochwasser bei La Sauge 
1937 Erstellen von Abflussgräben 
1944 Futtertransport durch Hochwasser 
1950 Hochwasser
1957-1974: Zweite Juragewässerkorrektion
Da der Torfboden weiterhin absackt, treten bei Hochwasser erneut grosse Überschwemmungen auf. In einer zweiten Korrektion werden die Seen nochmals abgesenkt, das Binnenkanalsystem wird ausgebaut und mit Pumpstationen zur Be- und Entwässerung versehen.
Im Verlauf der Jahrtausende gab es durch wechselnde Seespiegel mehrere Perioden der Torfbildung. Torf wird nach der 1. Juragewässerkorrektion in grossem Umfang gestochen und stellt während der Weltkriege einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung der Region dar.

Die Turben werden zum Trocknen aufgeschichtet. Diese Arbeit verrichten vor allem Frauen und Kinder. 
Das Torfstechen mit dem Turbenstecheisen ist eine körperlich extrem anstrengende Arbeit. 
Weite Flächen werden mit den schwarzbraunen „Briketts“, belegt.
Als Transportmittel dienen „Turbebäre“, die von einem Pferd gezogen werden.


